Als sich im Vorjahr die Erlegung des „Bauernschreck“ auf der Koralpe durch den Berufsjäger Paul Steinbauer zum 100. Mal jährte, veröffentlichten die „Unterkärntner Nachrichten“ eine sechsteilige Serie, in welcher der freie Journalist und Buchautor Mag. Werner Thelian aus Bad St. Leonhard ausführlich die Geschichte jenes lange Zeit unbekannten und unheimlichen Raubtieres aufarbeitete, das 1913 und bis März 1914 unzählige Rinder, Schafe und Wildtiere getötet haben soll und die bäuerliche Bevölkerung im steirischen und kärntnerischen Koralpengebiet immer mehr das Fürchten lehrte.
Im Zuge seiner umfangreichen Recherchen für die „Unterkärntner“-Serie – vor allem in der Österreichischen Nationalbibliothek – war Werner Thelian auf derart viel Archivmaterial und interessante sowie kuriose Details gestoßen, dass er sich entschlossen hat, noch tiefer in die Thematik einzutauchen und ein Buch zu schreiben. Fast ein Jahr lang arbeitete er – aufbauend auf der UN-Serie – an dessen Realisierung. Seit einigen Wochen liegt sein „Bauernschreck“-Buch vor, dem er den Untertitel „Die wahre Geschichte einer Zeitungssensation“ gab. Dies deshalb, weil Zeitungen verschiedener Ländern aus Gerüchten, Zeugenaussagen und Mutmaßungen zum Teil kuriose und angstschürende Artikel über die wilde Bestie und deren jagdliche Verfolgung veröffentlichten, die damals hunderttausende Leser fesselten und auch seinem Buch die Würze geben.”

– Wolfgang Poms

Chefredakteur der Unterkärntner Nachrichten
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Sichtungen von einem geheimnisvollen Untier, als Bauernschreck bezeichnet, weil keiner Genaueres wusste, jagten bald auch städtischen Zeitungslesern die Gänsehaut über den Rücken. …
Der um ein Gutachten gebetene Direktor der “kaiserlichen Menagerie Schönbrunn” prüfte die eingesandten Gipsabdrücke und kam zu dem Ergebnis, dass mit “ziemlicher Bestimmtheit die betreffenden Fußspuren von einem katzenartigen Raubtier, und zwar höchstwahrscheinlich von einem Silberlöwen stammen.” So stand es am 5. Oktober 1913 in der “Neuen Zeitung”.
Sogar Kaiser Franz Joseph zeigte sich besorgt, als Jäger wie als Landesvater, und fuhr nach Schönbrunn hinaus, um die angefertigten Gipsabdrücke des Bauernschrecks in Augenschein zu nehmen.
Werner Thelian hat über den Fall ein Buch geschrieben und darin auch nachgezeichnet, wie sich die Sensationsgeschichte … in die Kronländer der Monarchie verbreitete …”

– Dr. Gertraud Steiner

Autorin und Kulturpublizistin, Servus in Stadt und Land

http://www.servusmagazin.at

Vor einhundert Jahren beschäftigte das Wüten des geheimnisvollen Raubtieres von der Stub- und der Koralpe die Zeitungen der Monarchie. Während die Jagdexpeditionen den ganzen Sommer über erfolglos blieben, konnten Ende September endlich brauchbare Fährten gesichert werden …
Bald nachdem die Bauern ihre letzten Rinder und Schafe von den Almen getrieben hatten, wurde eine amtliche Zwischenbilanz der vom „Bauernschreck“ angerichteten Schäden erstellt. Demnach waren bis zum 4. September 1913 insgesamt 94 Rinder und 380 Schafe dem noch immer unbestimmten Raubtier zum Opfer gefallen. Angesichts der erschreckenden Zahlen konnte weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass im Gebiet zwischen der Stub- und der Koralpe mehrere „Untiere“ hausten.”

Unterkärntner Nachrichten

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